Clynelish 14 – WHISKY REVIEW

Clynelish 14Bildungslücke geschlossen – Ein Whisky von der Eastcoast
Der Clynelish 14 ist ja nun schon ein Weilchen auf dem Markt und durch das Marketing von Diageo auch durchaus etwas bekannter. Immerhin ist er ja Teil der “Classic Malts” die von Diageo mal bestimmt wurden. Trotzallem lief Clynelish immer ein wenig unter meinem Radar.

Als ich dann im Mai diesen Jahres mit ein paar Menschen ein langes Wochenende am See verbracht habe, war ich natürlich auch für den Whisky verantwortlich. Neben offenen Flaschen aus meinem Bestand, wollte ich auch irgendwas für “mich” dabei haben.

 

Nach einem kurzen Rundumblick im Whiskyladen meines Vertrauens, befand sich dann der Clynelish 14 im Gepäck…irgendwo zwischen Boulekugeln und Playstationcontrollern.

So kam es dann, dass sich endlich eine Bildungslücke schliessen sollte.

Fakten

  • Herkunft: Schottland
  • Region: Highlands
  • Typ: Single Malt Whisky
  • Alter: 14 Jahre
  • Brennerei: Clynelish
  • Abfüller: Brennerei
  • Fass: Ex-Bourbon und vmtl. auch etwas Sherry
  • Rauchigkeit: no, nicht wirklich – also ganz dezent vielleicht
  • Umdrehungen: 46 Vol. %
  • Farbe: goldgelb
  • Kühlfilterung: die einen sagen ja, ich bin mir nicht sicher
  • Farbstoff: ja
  • Preis: um die 40,-€

Nase
Die erste Nase ist sehr smooth und trotzdem komplex. Etwas süßsauer, leicht maritime Salznoten und Kerzenwachs sind die ersten Eindrücke. Dann kommen intensive Frucht und Blumennoten – eingelegte Erdbeeren, Banane, das “übliche” Heidekraut ;-). Insgesamt hat die Nase aber auch eine schöne Frische, die etwas an Pfefferminz- und Kamillentee erinnert.

Gaumen
Leichte Bitternoten, erdig und weiterhin schöne Fruchtaromen – Banane und Granny Smith. Eine grasige Frische, Ingwer und leichte Minze fügen sich hier wunderbar ein. Abgerundet wird alles durch eine ganz, ganz leichte erdige Rauchnote…mehr Erde als Rauch.

 

Abgang
Weniger Frucht, maximal ein wenig Ingwer. Erinnert sehr an schwarzen Tee, leicht pfeffrig, erdig und trocken.

 

Meinung:
Ich bin sehr gegeistert vom Clynelish 14 und dem was dieser einem bietet. Ein wenig ziehen sich da Gegensätze an. Auf der einen Seite ist der Whisky sehr smooth und trotz seiner 46% würde ich ihn für mich unter “easydrinking” einstufen. Auf der anderen Seite ist er aber so wahnsinnig komplex, dass ich den vielleicht nicht unbedingt als “Einsteigerwhisky” bezeichnen würde, auch wenn das gerne mit “easydrinking” einhergeht.
Kurz gesagt: Er trinkt sich leicht, man muß sich ihm aber richtig widmen, um alle Facetten genießen zu können…die Früchte, die süßsauren Noten, das Frische, den schwarzen Tee, das maritime Salz, das Erdige  undundund.

Der Clynelish 14 hat einen so schönen eigenen Charakter, dass es schwer fällt, diesen mit anderen Whiskys zu vergleichen.
Eine tolle Überraschung und gerade in Anbetracht des Preises eine absolute Empfehlung.

Mein ganz persönlicher Sommerwhisky 2017…. 90 Punkte

Cheers,
Andi

 

Den Clynelish 14 gibt es bei unseren Freunden von whic.de ganz einfach zu bestellen. Aber natürlich empfehlen wir auch gerne euren lokalen Whiskyhändler und die persönliche Anfrage.

My own Summer-Whisky
So eigen wie der Clynelish in seinem Charakter ist, so eigen war auch damals der Stil der Deftones gewesen. Bereits 1988 in Sacramento gegründet, kam der große kommerzielle Durchbruch erst Mitte der 90er, mit dem hier genannten Album “Around the Fur” und vor allem durch den hier vorgestellten Song “My Own Summer“. Ob ihnen das am Ende gefallen hat oder nicht, sind die Deftones definitiv Inspiration und Wegbereiter für den dann so langsam entstehenden NuMetal gewesen. Aber tatsächlich gab es kaum eine Band, die so besonders geklungen hat, wie die Deftones, mit Sänger Chino Moreno….aber den Einfluss hat man defintiv bei vielen Vertretern des besagten Genres herausgehört.

Around the Fur– Deftones – 1997

Bei unseren Partnern von JPC gibt es diesen Meilenstein natürlich noch auf Vinyl und dann sogar portofrei.

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