Blind Sample Spiel 10/2018 von Whic.de – Whisky Review

Blind Sample Spiel whic

Blind Sample Spiel 10/2018 – Blindverkostung einer neuen Abfüllung von Whic.de
Ein neuer Whisky ist im Anflug. Wir durften vorab schon probieren. Ohne irgendwelche Infos.
Ohne den leisesten Hauch einer Idee was uns da wohl erwarten könnte. Das wird spannend.
Was verbirgt sich in dieser kleinen Blind Sample Flasche? Können wir den Whisky erkennen?
Einfach mal probieren! Die eigentlich wichtige Frage ist ja auch eher: Schmeckt der Whisky?
Das sollte man im Optimalfall dann ja auch ohne Kenntnis eines Namens beantworten können 😉

Mein erster Kontakt mit Abfüllungen von whic.de war ein wundervoller Tobermory 20 Jahre.
Wenn ich an den denke, habe ich noch heute direkt den frischen Apfelkuchen “in der Nase”.
Es folgten ein unheimlich kraftvoller, wilder Port Charlotte 12 Jahre und einige junge Laddies.
Die Whisky Trilogie Sujet 1-3 war dann ein absoluter Hingucker. Mein Highlight war der satt
bronzefarbene Tobermory 21 mit Sherry Octave Finish. Dann kamen drei wirklich gelungenen
Nymphs of Whisky mit einem grandiosen Cambus 25, einem Glenturret 22 mit Barolo Feinschliff
und einem viel besprochenen Ben Nevis 22. Zuletzt erschien noch ein Aberlour 21 aus dem
Ex-Bourbon Hogshead. Aberlour mal ganz ohne Sherry-Einfluss. Auch sehr schön.
Zusammenfassend muss man sagen, dass Arne Wesche und sein Team bisher ein ziemlich
gutes Fass-Auswahl-Händchen bewiesen haben. Das steigert natürlich die Erwartungshaltung.
Genug der Vorrede. Jetzt wird erstmal verkostet!

Nase
Viel kalter Rauch. Ein Hauch gemahlene Vanilleschote. Zitronenschale, Thymian und Eukalyptus
in einem alten Medizinschrank voller Mullbinden und Wundpflaster. Eine ganz dezente, blumige
Süße … so in Richtung Löwenzahn. Teerstraße im Hochsommer. Noch mehr Rauch.

Gaumen
Richtig zäher, dichter Rauch. Schafft man es einen Blick hinter diesen dominanten Rauchschleier
zu werfen, findet man dort Zitronen, ein oder zwei versteckte … “ver-“gebrannte Mandeln, holzige
Würze, einen intensiven Cocktail aus frischem Ingwer, Holzkohle, Asche, Minze, weißem Pfeffer,
so richtig prickelnd … und als dezentes Topping noch etwas Vanille und ein Krümelchen Melasse. 

Abgang
Rauchig. Wie die Klamotten am Morgen nach einem langen Abend am Lagerfeuer. Der Rauch
bleibt eine ganze Weile sehr dominant. Wenn er sich irgendwann legt, bleibt noch eine leichte
Säure, etwas Bitteres, zurückhaltende Malzigkeit und zum Schluss eine ganz bescheidene, kleine,
feine … kramellige Süße. Das war’s dann aber auch.

Fazit
Die wichtigste Frage: Schmeckt der Whisky? Die Antwort: Ja, mir schon!
Nase gut. Geschmack super. Abgang ok. Kein Bling-Bling und keine Experimente. Dieser Malt
kommt gradlinig und selbstbewusst daher. Der Rauch ist intensiv, lässt aber auch noch andere
Komponenten neben sich zu. Besonders die frische, pfeffrige Schärfe in Verbindung mit leichter
Säure und der immer mal wieder zwischen den Rauchschwaden aufblitzenden Süße … macht
echt Spaß. Ein Tropfen Wasser ist gut und bringt mehr Frische.

Aber was ist das denn nun für ein Whisky? Finden wir Details? Die Alkoholstärke ist auf der
Suche nach Antworten ein trügerischer
 Ratgeber. Die Farbe kann, muss aber auch nicht helfen.
Das kann alles zu so vielen Whiskys und Altersklassen passen. Der Rauch ist noch sehr intensiv.

Könnte evtl. ein Hinweis auf einen jüngeren Malt sein. Allerdings ist da auch eindeutig schon
“etwas Fass im Spiel”
 und man kann Aromen finden, die in der Fülle nicht unbedingt für einen
ganz jungen Whisky sprechen
… so viele Möglichkeiten und alles reine Spekulation 😉 

Welche Brennerei? Das ist ne harte Nuss. Ich schwanke zwischen Ledaig und einem rauchigen
Bunnahabhain.
 Die Nase sagt Bunna, der Mund sagt Ledaig. Wer hat Recht?  Mal gucken, ob ich
den richtigen “Riecher” hab 😉

MEINE VERMUTUNG
✶ Herkunft: Schottland
✶ Region: Islay
✶ Typ: Single Malt Whisky / Single Cask
✶ Alter: 11
✶ Brennerei: Bunnahabhain
✶ Whisky: Bunnahabhain Moine
✶ Fass: Ex-Bourbon Hogshead
✶ Rauchigkeit: reichlich
✶ Kühlfilterung: nein
✶ Farbstoff: nein

FAKTEN
✶ Umdrehungen:
52,9%
✶ Farbe:
blasses Heu
✶ Abfüller:
whic
✶ mehr Infos: 
www.whic.de

Ihr seid gespannt auf diese neue Abfüllung? Wir auch! Schaut einfach gleich am Wochenende
mal bei whic.de ob die Vermutungen halbwegs in die richtige … oder in eine völlig falsche
Richtung führten 😉 . Am 20. Oktober wird dort das Geheimnis gelüftet und auf der Seite des
whic Whiskyblogs werden die Ergebnisse des Blind Sample Spiels zusammengefasst. 

Cheers,
David

512x512RAISE YOUR GLASSES AND LISTEN TO GOOD MUSIC!
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Ihr sucht den passend Soundtrack zu diesem “Raucher”?
Musik zum, über, mit und trotz Whisky 😉 gibt’s in unsere Playlist bei Spotify
oder gleich mit Videos und so … direkt bei YouTube.
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Foto/Video: Whisky & Vinyl 

Whisk & Vinyl Vinterglöd

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